Mittwoch, 17. Februar 2021

18.02.2021 - Scholl

Einst begeistert über das Nazi-Reich

Hans Scholl, Jahrgang 1918, war anfangs noch überzeugter Hitler-Junge gewesen. Ein kurzes homosexuelles Ausprobieren im Alter von 16 Jahren hatte ihn in Konflikt mit dem NS-Staat und zu 17 Tagen Untersuchungshaft geführt, aber nicht zu einer klaren Widerstandshaltung. Die Gruppe um Scholl waren um 1933 Hitler-Begeisterter und entschiedene Unterstützer des Dritten Reichs.

Wann genau und warum Hans Scholl zum eindeutigen Gegner des Dritten Reiches wurde, der wissentlich sein Leben einsetzte, konnten auch mehreren Biografen nicht überzeugend erklären.

Umso erstaunlicher bleibt die riskante und naive Aktion am 18. Februar 1943. Denn damit gefährdete er nicht nur sich selbst (und seine Schwester), sondern auch alle anderen Mitglieder der Weißen Rose. Insgesamt verloren durch den Rachedurst des Regimes fünf Studenten und Kurt Huber ihr Leben, weitere Mitwisser und Helfer erhielten teilweise lange Haftstrafen. Hans Scholl starb wie seine Schwester und Christoph Probst nach einem wenige Stunden kurzen Prozess, für den eigens der Volksgerichtshof nach München kam, am 22. Februar 1943 in Stadelheim durch die Guillotine.

Siehe auch WELT

 

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