Der «Fall» Thierse: Wie sich die SPD-Führung selbst beschämt
In der Sozialdemokratie ist ein erbitterter Streit um identitätspolitische Positionen ausgebrochen. Der Konflikt zwischen Pragmatikern und Dogmatikern schmälert nicht nur die Wahlchancen der SPD. Er nährt auch Zweifel daran, ob die Partei noch diskurs- und demokratiefähig ist.
In der deutschen Sozialdemokratie kennt der schiere Ärger in diesen Tagen eine Steigerungsstufe: die «Wutwelle». Eine solche schwappe, so beschreibt es ein SPD-Abgeordneter der NZZ im Vertrauen, derzeit durch seine Bundestagsfraktion. Da kreuze die Partei nach langer Zeit endlich einmal in ruhigen Fahrwassern, und dann würfen Saskia Esken und Kevin Kühnert wieder mutwillig grosse Steine in den Teich.
Statt rote Wahlkampfthemen unter die Bürger zu bringen, werde parteiintern nun verbiestert über Identitätspolitik gestritten.
... NZZ
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen