Samstag, 3. April 2021

03.04.2021 - FDJ-Funktionärin

   Merkel muss zurücktreten -

oder abgewählt werden

Stellen wir uns vor, Anne Will hätte gestern Abend – aus welchen Gründen auch immer – nicht gekonnt, Angela Merkel wäre allein im Studio gesessen. Sie hätte einfach drauflos plaudern können. Ob mit oder ohne Will, der Erkenntnisgewinn wäre kein anderer gewesen, meint unser Autor.

Die Lage ist ernst, die Pandemie ist eine große Herausforderung, Bund und Länder müssen sich immer wieder zusammenraufen, nicht alles ist perfekt gelaufen, aber Deutschland hat auch keinen Grund, in Sack und Asche zu gehen. Das waren die Kernbotschaften der Kanzlerin – und die Moderatorin störte bei der Verkündigung nicht.

Merkel kriegt bei Anne Will kein Kreuzverhör, kein hartes Interview

Merkel hat sich schon öfter von Anne Will interviewen lassen, wenn sie der Bevölkerung die Lage erklären wollte, als es um die Euro-Rettung ging oder in der Flüchtlingskrise. Das ist aus der Sicht des Kanzleramts klug, denn bei Will erwartet Merkel kein Kreuzverhör, kein hartes Interview, kein beharrliches Nachfragen, keine ständigen Hinweise auf Ausweichmanöver oder das Wegducken bei kniffeligen Themen.

Nein, wenn Anne Will und Angela Merkel im Wohnzimmer der Nation zusammensitzen, dann ist das eher ein Gespräch unter guten, einander wohl gesonnenen Bekannten, bei dem das Verständnis der Gastgeberin für die Kanzlerin ungleich größer ist als ihr Wunsch, auf Widersprüche hinzuweisen oder gar auf Fehler. (…)

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