Moralisch ausgesprochen fragwürdig
Klare Worte von TV-Philosoph Richard David Precht (56). In der aktuellen Folge des Podcasts „LANZ & PRECHT“ hat er sich klar gegen einen öffentlichen Impf-Druck gestellt und die aktuellen Corona-Maßnahmen kritisiert.
„Es ist nicht die Aufgabe des Staates, jedermanns Krankheitsrisiko auszuschließen“, sagte Precht mit Blick auf die aktuellen Corona-Maßnahmen.
▶︎ Aufhänger der Diskussion zwischen Lanz und Precht: Bayern-Star Joshua Kimmich (26) – und sein Impfstatus. Nachdem dieser erklärt hatte, noch nicht gegen Corona geimpft zu sein, ist in Deutschland eine Debatte entbrannt – sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel (67) äußerte sich zu Kimmichs Impf-Status.
Prechts sei „bestürzt“ über den Druck, der „gegenwärtig gegenüber Joshua Kimmich aufgebaut wird“. Er könne den Druck nicht nachvollziehen und halte ihn „moralisch für ausgesprochen fragwürdig“, so Precht.
Dabei hat Precht zu Beginn der Pandemie die staatlichen Maßnahmen verteidigt, dienten sie dem Zweck vulnerable Gruppen zu schützen. Seit aber jeder Deutsche ein Impfangebot habe, habe sich die Argumentationsgrundlage geändert. „Es geht nicht mehr darum, dass jeder Deutsche geimpft ist und das Coronavirus im nächsten Jahr aus der Welt ist.“, so Prechtl.
Und weiter: „Das einzufordern, dazu hat der Staat keine rechtliche Basis.“
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