Montag, 20. Dezember 2021

20.12.2021 - Holocaust-Debatte

 Norman Finkelstein, geboren 1953, studierte an der Princeton University und in Paris. Er lehrte Politikwissenschaft an der City University in New York. Heute lebt er in Chicago, wo er an der DePaul University lehrt. Zusammen mit Ruth Bettina Birn veröffentlichte er »Eine Nation auf dem Prüfstand. Die Goldhagen-These und die historische Wahrheit«, 2001 folgte das aufsehenerregende Buch »Die Holocaust-Industrie«. Zuletzt erschien von ihm auf deutsch »Antisemitismus als politische Waffe. Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte«.

Die »Holocaust-Industrie« – das bedeutet für Norman Finkelstein die moralische und finanzielle Ausbeutung jüdischer Leiden. Seine Analyse ist zugleich eine leidenschaftliche Anklage: Er wendet sich gegen die Interessenverbände, die den Holocaust für eigene Zwecke nutzen, häufig auf Kosten der Opfer. Er kritisiert die Verkitschung des Gedenkens, die die Würde der Opfer beleidigt. Außerdem wirft er den USA und Israel vor, den Holocaust zu instrumentalisieren, um von eigenen Problemen abzulenken. Mit seinen provokanten Thesen hat Finkelstein eine erbitterte Debatte ausgelöst.

Amazon-Leserbriefe

G. Keikilani

Ein Onkel von mir ist selbst im KZ umgekommen; meine Familie war mit Juden befreundet und eine Jüdin hat meinem Bruder ihr Haus vermacht, obwohl er ein Angehöriger des sog. Täter-Volks (noch freundlich ausgedrückt!!) ist, das angeblich von allen Juden zutiefst verabscheut wird.

Dieses Buch ist ein Muß um das heutige "Opfer-Täter-Spiel" besser zu verstehen:

Wie hat Düzen Tekkal (Autorin von Deutschland ist bedroht), die selbst als deutsche Jesidin 2014 den Genozid an ihrem Volk im Nordirak mit angesehen hat, in einem Rundfunkinterview sinngemäß gesagt: Ich weigere mich, mich als Opfer zu sehen, denn Opfer sein wollen heißt, Macht haben wollen.

Das fasst sehr schön zusammen, was Herr Finkelstein hier beschreibt, wie das Opfer-sein gewinnbringend eingesetzt wird und wie z.B. viele tatsächliche Opfer von den "Opferorganisationen" betrogen wurden. Es ist schon atemberaubend zu lesen, wie "gewandt" dabei vorgegangen und argumentiert wird.

Es ist ein wichtiges Buch um zu verstehen, wie die sog. Holocaust-Industrie dem Ansehen der jüdischen Glaubensgemeinschaft schadet.. Dank an Norman C. Finkelstein, so mutig das Wort ergriffen zu haben.

Matthias Moisich

Die Holocaust-Industrie ist ein sehr ernüchterndes Buch für alle, die uneingeschränkt auf der Seite der Opfer des Holocaust stehen und an die Richtigkeit ihrer Thesen glauben. Das Buch legt überzeugend dar, dass die Zahlen der 1945 noch Überlebenden und der im Zeitpunkt des Jahres 2000 noch Lebenden Opfer von der Lobby in Tel Aviv, Jerusalem oder Washington weit übertrieben werden, um noch mehr Geld herauszupressen von den Deutschen, den bösen schweizer Bankiers oder den osteuropäischen Staaten, die angeblich sich auch bereichert haben am Eigentum der Juden oder jüdischen Gemeinden. Der Autor fühlt sich aufgefordert, die Leiden seiner Eltern im KZ zum Anlass zu nehmen, die Wahrheit zu sagen. Er will nicht übertreiben und keine Fakten neu erfinden. Die Ehrlichkeit des Anliegens kommt in der Darstellung gut herüber.

Das Buch stellt einen Meilenstein dar, weil es den historischen Hintergrund der Holocaust-Industrie für die gegenwärtige Generation plastisch darstellt. Nach dem Krieg und bis ins Jahr 1967 war der Holocaust kein Thema. Erst seit dem Krieg 1967 fühlte sich Israel und die Jüdischen Gläubigen bedroht. Gut wird auch dargestellt, wie der Jüdische Weltkongress und die Anti-Defamation League stets Wortspiele benutzen, um ihre gierigen Absichten zu verschleiern und die eigentlich bedürftigen letzten Holocaust-Opfer, die Betreuung brauchen oder medizinischen Versorgung, leer ausgehen. Das Geld wird am Ende für Holocaust-Erziehung ausgegeben, um die ewige Mär der Einzigartigkeit der Leiden der Betroffenen zu wiederholen. Das Buch will auch insoweit die Realität darstellen, als es die Zahlen der anderen KZ-Opfer, z.B. Zigeuner, mit einbezieh und das Thema damit relativiert.

Für wenig Eingeweihte ist das Buch zu speziell. Es ist keine umfassende politische Darstellung, sondern eine Momentaufnahme im Zeitpunkt, als über die Entschädigung für die schweizer Konten verhandelt wurde, und eine Meinungsäußerung aus dem Lager der betroffenen Folgegeneration.

Das Anliegen, die wahre Wahrheit zu sagen, ist dennoch sehr hoch zu bewerten. Für alle, die sich nicht täuschen lassen wollen, geben ich daher vier Sterne. Die wenig Interessierten würden eher 3 Sterne geben. Wenn man dann alles zu Ende gelesen hat, fragt man sich, wer eigentlich hinter der großen Propaganda-Maschine steht und die Fäden zieht, damit wir täglich so intensiv mit 2. WK- und KZ-Informationen überflutet werden und welche Absichten die Maschine verfolgt.

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